Alpenwucherblumen

Leucanthemopsis alpina
Korbblütler (Asteraceae)


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Die Gewöhnliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina (L.) Tzvelev, Syn.: Chrysanthemum alpinum L. und Tanacetum alpinum (L.) Schultz Bip.), auch Alpenwucherblume genannt, gehört zur Gattung der Alpenwucherblumen (Leucanthemopsis).

Beschreibung

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 15 Zentimetern. Sie ist kahl bis anliegend behaart und wächst rasig mit einköpfigem, wenigblättrigem Stängel. Die grundständigen Laubblätter und die der nicht blühenden Sprosse sind rundlich-eiförmig, kammförmig-fiederteilig, mit dicht genäherten Zipfeln; obere Stängelblätter (nur wenige) ungeteilt, linealisch, ganzrandig. Korb einzeln, lang gestielt, 20 bis 40 mm im Durchmesser. Hüllblätter grün, mit breitem schwarzbraunem Hautrand.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Früchte sind Achänen mit glockigem Hautkrönchen.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 36, 18 oder 54.

Vorkommen

Die Gewöhnliche Alpenmargerite wächst auf feuchten, kalkarmen, mäßig sauren Schneeböden (Schneetälchen), in Felsschuttfluren in der subalpinen bis alpinen Stufe. Sie ist in den Silikatalpen häufig, in den Kalkalpen selten. In Österreich fehlt sie in Wien, Burgenland und Niederösterreich. Sie ist eine Charakterart des Verbands Salicion herbaceae, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Nardion, Caricion curvulae oder Androsacion alpinae vor. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die Pyrenäen und die Alpen bis nördlichen Balkanhalbinsel.

In den Allgäuer Alpen steigt sie am Kreuzeckgipfel in Bayern bis zu 2375 m Meereshöhe auf.

Systematik

Es existieren mehrere Unterarten die noch weiterer Untersuchung bedürfen:

  • Westliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina subsp. alpina): Sie kommt in Spanien, Frankreich, Italien und in der Schweiz vor. Sie hat die Chromosomenzahlen 2n = 18. 36 oder 54.
  • Leucanthemopsis alpina subsp. cuneata (Pau) Heywood: Sie kommt in Spanien in der Sierra de Urbión vor und hat die Chromosomenzahl 2n = 54.
  • Östliche Alpenmargerite (Leucanthemopsis alpina subsp. minima (Vill.) Holub): Sie kommt in Spanien, Frankreich, Italien, der Schweiz und Österreich vor.
  • Tatra-Margerite (Leucanthemopsis alpina subsp. tatrae (Vierh.) Holub): Sie kommt in Rumänien, der Slowakei und in Polen vor.
  • Leucanthemopsis alpina subsp. tomentosa (Loisel.) Heywood: Sie kommt nur auf Korsika vor und hat die Chromosomenzahl 2n = 18.

Sonstiges

Der Name Wucherblume leitet sich vom üppigen Wuchs einer Art her, die mit der Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) in tieferen Lagen verwandt ist. Sie trifft für unsere Art nicht zu.

Literatur

  • Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer: Exkursionsflora von Österreich. Hrsg.: Manfred A. Fischer. Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.

Einzelnachweise

Weblinks

  • Alpenmargerite. FloraWeb.de
  • Alpenmargerite. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Leucanthemopsis alpina (L.) Heywood [s. str. prov.] In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  • Leucanthemopsis minima (Vill.) Marchi In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)
  • Kurze Beschreibung der Art. (deutsch)
  • Flora Europaea.

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