Moschus-Malve

Malva moschata
Malvengewächse (Malvaceae)


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Die Moschus-Malve (Malva moschata) ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie der Malvoideae innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und wird auch Abelmoschus oder Indische Hibiscus-Malve genannt. Sie ist eine alte Heilpflanze.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Moschus-Malve ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern. Die oberen Laubblätter sind bis zum Grund in fünf bis sieben Abschnitte geteilt, diese wiederum in weitere Abschnitte. Die einzelnen Abschnitte sind schmal, und die Ränder verlaufen näherungsweise parallel. Die unteren Laubblätter sind nur grob bis zur Hälfte handförmig geteilt. Im Gegensatz zur Rosen-Malve trägt die Moschus-Malve (verzweigte) Sternhaare nur an den Kelchblättern, die Rosen-Malve auch am obere Bereich des Stängels und Laubblättern.

Generative Merkmale

Die seitenständigen Blütenstände enthalten eine bis drei Blüten. Die angeblich nach Moschus duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die Blüten weisen einen Kelch sowie einen dreizähligen Außenkelch mit linealischen bis lanzettlichen und meist 1 bis 1,5 Millimeter breiten Außenkelchblättern auf. Die fünf weißen bis weißrosafarbenen Kronblätter sind meist 2 bis 2,5 Zentimeter lang. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 42.

Ökologie und Phänologie

Es erfolgt Selbst- oder Insektenbestäubung. Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober.

Vorkommen

Die Moschus-Malve ist in Europa verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Korsika, Sizilien, die frühere Tschechoslowakei, das frühere Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, die Türkei, Polen, Belarus und den südwestliche europäische Teil Russlands. In Ungarn, Irland, Nordeuropa, Nordamerika, Japan und Argentinien ist sie ein Neophyt. Sie ist in Schleswig-Holstein ein Beispiel für einen Neophyten, der schon vor einigen Jahrhunderten bewusst vom Menschen eingeführt wurde.

Sie verträgt weder Salz noch Schwermetalle. Sie besiedelt nährstoffreiche, nicht zu trockene, aber auch nicht zu feuchte Böden in Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren sowie Frischwiesen, die nicht vor der Blütephase gemäht werden. Sie wächst bevorzugt bei viel direktem Licht. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Arrhenatherion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Mesobromion oder der Ordnung Origanetalia vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie auf der Samstenbergalpe oberhalb Balderschwang bis zu einer Höhenlage von 1350 Metern auf. Im Wallis wurde sie noch in Höhenlagen von 1450 Metern beobachtet.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßug nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).

Die Moschus-Malve ist in Deutschland nicht geschützt und unterliegt keinem internationalen Schutzabkommen.

Weitere Fotos

Quellen

Weblinks

  • Moschus-Malve. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  • Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
  • Thomas Meyer: Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).

Woher?

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